Pressespiegel  und eigene Berichte

 

Beitrag WP und Rundschau: Neuer Kühltransporter Lesen Sie mehr


07.06,2019

Westfälische Rundschau ein Beitrag von Achim Behnke
















Der neue Vorsitzende der Arnsberger Tafel, Peter Hoscheidt (Siebter von links ), verabschiedet Anna Brökelmann (Vierte von rechts), Vanessa Meier (Fünfte von links), Anni Künkenrenken (Zweite von links), Brigitte Ricke (links). Neue 2. Vorsitzende sind Ewald Hille (Vierte von links.) und Stephan Blefgen (Dritter von rechts). Zudem auf dem Bild (von links): Thea Vielhaber, Georg Birkhölzer, Erich Sander, Ruth Dohmann.  Foto: Achim Benke


Komplett neuer Vorstand um Peter Hoscheidt wird sich bald mit
Digitalisierung und einem möglichen Umzug zum Bahnhof Neheim-Hüsten beschäftigen  

Arnsberg. Die Arnsberger Tafel hat einen neuen Vorsitzenden, es ist Peter Hoscheidt. Der 62-jährige Hoscheidt aus Bruchhausen löst Anna Brökelmann ab. Er wurde von den knapp 50 Mitgliedern bei der Jahreshauptversammlung einstimmig gewählt.

 Brökelmann war zwei Jahre im Amt und wird jetzt als Beisitzerin die Tafel weiterhin unterstützen. Mit Brökelmann stellte sich die 2. Vorsitzende Vanessa Meier nicht mehr zur Wahl. Für sie werden nun zwei 2. Vorsitzende das Amt übernehmen. Gewählt wurden Ewald Hille, der als sogenannter „Außenminister“ sein Tätigkeitsfeld hat und Stephan Blefgen. Er wird der „Innenminister“. So erklärte der neue Vorsitzende Hoscheidt die Aufgabenverteilung der beiden „Vize“. Auch Schatzmeisterin Renate Knapstein stellte sich nicht mehr zur Wahl. „Leider musste aus persönlichen Gründen unser vorgesehener Kandidat kurzfristig seine Zusage zurücknehmen. Wir sind aber im Gespräch mit einem neuen“, betont der neue Vorsitzende.

 

Die Mitglieder gaben dem Vorstand das Vertrauen, dass sie den neuen Kandidaten auch ohne erneute Versammlung einsetzen dürfen. „Bis dahin wird Stephan Blefgen die Aufgaben kommissarisch übernehmen“, so Hoscheidt.

Nach zehn Jahren ehrenamtliche Arbeit bei der Tafel scheidet Brigitte Ricke aus. Sie war die Leiterin der Ausgabestelle in Sundern. Für sie übernimmt Thea Vielhaber die Leitung in Sundern. Des Weiteren scheidet Anni Künkenrenken aus dem Vorstand aus. Einstimmig wiedergewählt wurde die Schriftführerin Ruth Dohmann. Als Beisitzer im Vorstand sind nun neben Brökelmann, Thea Vielhaber, Erich Sander, Georg Birkhölzer.

 

In ihrem letzten Jahresbericht bedauerte Brökelmann, dass der sogenannten „Lieferservice“, der den Kunden die Lebensmittel nach Hause gebracht hat, aus unterschiedlichen Gründen eingestellt werden musste. „Glücklicher-weise konnten wir die Lücke teilweise mit Vollmachten von den Betroffenen wieder füllen“, so Brökelmann. Weiterhin will man den hohen Verbrauch von Plastiktüten stark reduzieren. Man sei aber noch in der Findungsphase.

Als Dank für die geleistete ehrenamtliche Arbeit überreichte Hoscheidt den scheidenden Vorstandsmitgliedern einen Blumenstrauß. Bertram Brökelmann, als Schirmherr der Arnsberger Tafel, bedankte sich bei Anna Brökelmann mit einem kleinen Präsent. Er versicherte, dass er weiterhin die Tafel unterstützen werde.

 

Was hat Peter Hoscheidt bewegt den Vorstandsposten bei der Arnsberger Tafel zu übernahmen? Er kennt die Tafel und weiß, was sie leistet. „Ich bin im Vorruhestand und freue mich jetzt nach einem Jahr Auszeit auf diese ehrenamtliche Aufgabe“, so Hoscheidt.

Für Hille war es gar keine Frage, ob er die neuen Aufgaben nach Ausscheiden aus dem Stadtrat übernimmt. „Die ehrenamtlichen Angestellten leisten großartiges. Bei der Tafel werden Überschuss und Not zusammen geführt.“ Stephan Blefgen ist auch im Vorruhestand. Er war bis Ende des Jahres Regionalgeschäftsführer der Barmer Krankenkasse in Neheim.

Der neue Vorstand wird sich in der nächsten Sitzung mit der Digitalisierung, Umzug zum Bahnhof Neheim-Hüsten und weiteren Themen beschäftigen. „Wir werden die Ergebnisse in einem Pressegespräch bekanntgeben“, so Hoscheidt.

 

 


 

28.11.2018




07.07.2018

 


 09.06.2018

Zum Iftar,
zum gemeinsamen Fastenbrechen hatten  die drei mus­li­mi­schen Ge­mein­den eingeladen.  
Unter den Gästen:
1. Vorsitzende Anna Brökelmann
und Anni Künkenrenken,
von der Arnsberger Tafel e. V.  Der Bürgermeister der Stadt Arnsberg begrüßte die rund 400 Gäste.


Foto: Uwe Künkenrenken


Ein Beitrag von Achim Behnke Westfalenpost / Westfälische Rundschau

 

                                                                                                                           Achim Ben­ke  Fo­to

Ge­mein­sam fas­ten, ge­mein­sam spei­sen

Ge­mein­sa­mes Fas­ten­bre­chen von drei mus­li­mi­schen Ge­mein­schaf­ten gut be­sucht

Achim Ben­ke  

Bruch­hau­sen. Die Schüt­zen­hal­le in Bruch­hau­sen war bis auf den letz­ten Platz ge­füllt. Es fand kein Schüt­zen­fest statt, son­dern das Fas­ten­bre­chen, auf Ara­bisch „Iftar“. Die Fas­ten­zeit, der Ra­ma­dan, be­gann für die Mus­li­me am 16. Mai und en­det am Abend des 14. Ju­ni. Zum drit­ten Mal ver­sam­mel­ten sich die drei mus­li­mi­schen Ge­mein­de zu ei­nem ge­mein­sa­men Fas­ten­bre­chen.

Bis zum Son­nen­un­ter­gang, um 21.43 Uhr in Arns­berg am Sams­tag­abend, hat­ten der Ma­rok­ka­ni­sche Kul­tur­ver­ein, der Is­la­misch-Ara­bi­sche Ver­ein und die DI­TIB Tür­kisch Is­la­mi­sche Ge­mein­de ein klei­nes Pro­gramm für die Gäs­te or­ga­ni­sier­te. Un­ter den Gäs­ten Arns­bergs Bür­ger­meis­ter Ralf Paul Bitt­ner; Dirk Wie­se, SPD-Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ter HSK, Dr. Mi­cha­el Schult, stellv. Land­rat HSK, Wer­ner Ruh­nert, Frak­ti­ons­vor­sit­zen­der „Die Lin­ke“ so­wie Ste­fan Wulf vom Arns­ber­ger Bü­ro für Zu­wan­de­rung und In­te­gra­ti­on und Son­ja Es­ser, In­te­gra­ti­ons­ma­nage­ment Zu­wan­de­rer­be­ra­tung und -be­treu­ung.

400 Gäs­te

Das Pro­gramm star­te­te mit ei­ner Ku­ran-Re­zes­si­on vom Imam Mo­ha­med Fouad und der deut­schen Über­set­zung vom Imam Sa­ha­bet­tin Kal­kan. Roch­di Kou­baa, Vor­sit­zen­der Ma­rok­ka­ni­scher Kul­tur­ver­ein und Sa­ma­wal Kark­out­ly, Vor­sit­zen­der Is­la­misch-Ara­bi­scher Ver­ein und Aynur Kai­ser, Vor­sit­zen­de DI­TIB tür­kisch-is­la­mi­sche Ge­mein­de be­grüß­ten die rund 400 Gäs­te. Sie freu­ten sich, dass vie­le Na­tio­nen zum Iftar ge­kom­men sind. Dar­un­ter ei­ni­ge Flücht­lin­ge von 2015. „Wir ha­ben in den letz­ten Jah­ren sehr viel ge­mein­sam be­wegt und ge­mein­schaft­li­ches ge­leis­tet. Wir ste­hen zu un­se­rem En­ga­ge­ment in der Ge­mein­schaft, der Stadt Arns­berg. Die Ge­mein­sam­keit müs­sen wir im­mer in den Fo­kus brin­gen. Wir wol­len in der Stadt Arns­berg, in der wir le­ben, mit­hel­fen und sie nach vor­ne brin­gen“, be­ton­ten die drei Vor­sit­zen­den. Kai­ser geht so­gar noch wei­ter: „Wir müs­sen nicht im­mer auf Klei­nig­kei­ten schau­en, son­dern über den Tel­ler­rand hin­aus. Da­zu ge­hö­ren Din­ge kon­fes­si­ons­über­schrei­ten­de The­men, die al­le Men­schen be­tref­fen.“ Sie nann­te un­ter an­de­rem Bil­dung, Um­welt­schutz, Trink­was­ser, Seu­chen, Ren­ten.

Klei­ne Bei­trä­ge sind wich­tig

„Wir kön­nen von hier aus nur klei­ne Bei­trä­ge leis­ten, aber sie sind für ein gu­tes Zu­sam­men in der Welt“, be­tont Kai­ser. Bür­ger­meis­ter Bitt­ner ver­si­cher­te: „Arns­berg ist und bleibt ei­ne of­fe­ne Stadt. Da wird sich nichts än­dern. Die Grund­zü­ge des Zu­sam­men­seins sind für uns Fair­ness, Of­fen­heit und So­li­da­ri­tät. Wir müs­sen vor­an­ge­hen für ei­ne gu­te ge­mein­sa­me Zu­kunft.“ Ein ge­mein­sa­mer Kin­der­chor der drei mus­li­mi­schen Ge­mein­den trug ein re­li­giö­ses Lied mit deut­schen An­teil vor.

Der Son­nen­un­ter­gang rück­te im­mer nä­her und pünkt­lich um 21.43 Uhr gab es et­was zu trin­ken und tra­di­tio­nell wur­de ei­ne un­ge­ra­de Zahl an Dat­teln ge­ges­sen. Zu­sätz­lich gab es für die Män­ner und Frau­en in den Sei­ten­flü­geln der Schüt­zen­hal­le den Ge­bets­ruf vom Imam Dr. Ah­mad Na­der Khi­ata. Nach der Sup­pe und dem leich­ten Haupt­ge­richt wur­den Ge­bäck und Obst ge­reicht. In der Re­gi­on ist die Ver­an­stal­tung, an der drei mus­li­mi­sche Ge­mein­den Iftar fei­ern, ein­zig­ar­tig. 


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Spendenaktion

Laufen für die Zukunft der Arnsberger Tafel

Katrin Clemens

10.06.2018  Westfalenpost / Westfälische Rundschau    

Sie haben die Laufschuhe schon griffbereit: Ruth Dohmann, Anna Brökelmann, Renate Knappstein (hinten von links), Anni Künkenrenken, Bürgermeister Ralf Paul Bittner und Erich Sander (vorne von links).

Unsere Zeitung unterstützt den ersten Arnsberger Tafellauf im Sportzentrum Große Wiese: Sponsoren und Läufer sind dazu aufgerufen.

Die Mitarbeiter der Arnsberger Tafel haben ihre Laufschuhe schon geschnürt – und auch Bürgermeister Ralf Paul Bittner steht als Schirmherr quasi in den Startlöchern. Am Samstag, 7. Juli, heißt es „Laufen für den guten Zweck“ auf der Finnbahn des Sportzentrums Große Wiese. Unsere Zeitung unterstützt den ersten Sponsorenlauf zugunsten der Arnsberger Tafel.

Info An­mel­dun­gen sind on­line mög­lich

Die Teil­nah­me am Spon­so­ren­lauf ist so­wohl für Grup­pen als auch für ein­zel­ne Läu­fer auch spon­tan am Ver­an­stal­tungs­tag – Sams­tag, 7. Juli, von 10 bis 14 Uhr – im Sport­zen­trum Große Wiese noch mög­lich.

Für die bes­se­re Pla­nung bit­ten die Or­ga­ni­sa­to­ren aber alle, die jetzt schon ent­schlos­sen sind an den Start des Ta­fel­laufs zu gehen, um An­mel­dung über die Ver­an­stal­tungs­home­page
www.​arnsberger-​tafellauf.​de

„Es geht dabei nicht um einen Wettkampf, sondern darum, dass man sich bewegt – der Wille und die Hilfe zählen“, sagt Ideengeberin Brigitte Steiner. Wer sich auf die einen Kilometer lange Finnbahn begibt, erläuft pro Runde zwei Euro für die Arbeit der Arnsberger Tafel.

Dazu wirbt die Tafel noch um Sponsoren – wer möchte, kann aber auch als Läufer zum Sponsor werden. Das Tempo spielt beim Spendenlauf keine Rolle, wer möchte, kann die Strecke gerne auch walken. An der Finnbahn stehen Getränke, Bratwurst und Waffeln bereit – für die jüngsten Läufer gibt es außerdem kleine Überraschungen.

Neue Räume ab 2019 gesucht

Der Erlös des Laufs fließt zu 100 Prozent in die Arbeit der Arnsberger Tafel. Der gemeinnützige Verein steht wie berichtet vor einer ungewissen Zukunft: Sowohl die Ausgabestelle in Arnsberg als auch die Zentrale an der Möhnestraße in Neheim muss die Tafel verlassen.  

2019 müssen neue Räumlichkeiten her, damit die Essensausgabe gesichert ist. „Wir benötigen eine ebenerdige Fläche von 1000 Quadratmetern“, sagt die Vorsitzende Anna Brökelmann. Als zentralen Standort könnte sie sich Hüsten vorstellen, noch ist sie aber auf der Suche nach einer passenden Immobilie.

Hohe Umzugskosten

Der Umzug wird teuer für die Tafel, die all ihre Ressourcen eigentlich in die Unterstützung Bedürftiger stecken will. Hinzu kommen laufende Kosten, etwa für Fuhrpark und Strom. „Wir zahlen jeden Monat mehr als 1000 Euro für den Strom, weil wir große Kühlhäuser nutzen“, erklärt Brökelmann. Auch der Umzug der Kühlhäuser wird voraussichtlich teuer, deshalb hoffen die 120 ehrenamtlichen Helfer der Tafel auf möglichst viel Unterstützung, damit sie auch in Zukunft für die aktuell rund 3000 Bedürftigen da sein können.

Ein guter Start soll der Tafellauf an der Großen Wiese sein. Zwischen 10 und 14 Uhr sind am 7. Juli alle Läufer auf der Finnbahn willkommen – egal wie alt und wie schnell sie sind, egal ob Gruppe oder einzelner Läufer. Nach jeder Runde stecken die Helfer den Läufern ein buntes Gummiband ums Handgelenk – jedes dieser Bänder bedeutet im Anschluss eine Spende von zwei Euro.


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  Kommt die mobile Tafel?

  Bericht Westfälische Rundschau 09. Mai 2018




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SauerlandKurier 12.05.2018























 

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Lions Club  Neheim Hüsten

Sauerlandkurier 12. Mai 2018


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     Spende Lions-Club Arnsberg-Sundern SauerlandKurier 32.03.2018 

Text und Foto:Gaby Decker                          



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Neuwahlen Tafelvorstand  2017

Anna Brökelmann wird  1. Vorsitzende.
Gisela Cloer wird zur Ehrenvorsitzenden ernannt.

Eigener Bericht

Vorsitzende Gisela Cloer begrüßte im Haus der Jäger zur Jahreshauptversammlung die Mitglieder. Nach den Jahresberichten wurde dem Vorstand von der Versammlung einstimmig Entlastung erteilt.

Bei den Vorstandswahlen kam es dann zu tiefgreifenden Veränderungen an der Spitze des Vereins. Gisela Cloer, seit 14 Jahren Vorsitzende und Mitgründerin des Vereins, stellte sich nicht mehr zur Wahl. Als mögliche Nachfolgerin wurde dann Anna Brökelmann vorgestellt. Die Versammlung wählte sie einstimmig zur neuen Vorsitzenden. Auch die zweite Vorsitzende Anni Künkenrenken stellte sich nicht mehr zur Wahl. Hierfür wurden Vanessa Meyer und Hermine Cramer gewählt. Renate Knapstein wurde als Kassiererin wiedergewählt. Für Ursula Gerke, Schriftführerin, die sich ebenfalls nicht mehr zur Wahl stellte, kam Ruth Dohmann neu in den Vorstand. Als Beisitzer wurden gewählt: Michaela Garthe-Walloth, Brigitte Ricke, Helen de Haan, Hermann Brinkmann und Erich Sander.

Als Dank und Beweis für die langjährige und hervorragende Arbeit als Vorsitzende wurde Gisela Cloer einstimmig als Ehrenvorsitzende gewählt.

Überraschend erschien Bürgermeister Vogel der ebenfalls die Verdienste von Gisela Cloer würdigte. Er bedankte sich bei den Tafelmitarbeitern für die geleistete Arbeit und hob die Tafel als wichtige Institution der Stadt Arnsberg hervor.

19. Juni 2017

Gruppenfoto: Alter und neuer Vorstand                                                  


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Dezember 2017

 

Extra – Tüte zu Weihnachten

Auch in diesem Jahr konnten wir für unsere Kunden zu Weihnachten eine Extra-Tüte ausgeben. Kaffee, Tee, Gebäck, Süßigkeiten, Fisch und weitere Nährmittel wurden von Mitarbeitern der Tafel eingepackt.

Aus der Bevölkerung erhielten wir dazu viele Sachspenden von Schulen, Kindergärten, Firmen, hier speziell von Rewe, Privatpersonen, so dass wir diese Tüten aushändigen und somit etwas Besonderes zum Fest weitergeben konnten.

Die Freude und Dankbarkeit der Kunden ist für uns das schönste Geschenk.


    

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November 2011

Arnsberger Tafel

Bombenalarm löst in Neheim Großeinsatz aus

Martin Haselhorst

22.09.2011  Westfalenpost

 

Ein Bombenalarm bei der „Arnsberger Tafel“ hat in Neheim einen Großeinsatz der Polizei ausgelöst. Foto: hase

Neheim. Es war zunächst ein ganz normaler Morgen in der „Arnsberger Tafel“ in Neheim. 20 Helfer kümmern sich in der Möhnestraße um die Besucher. Eine Bombendrohung legt wenig später den Betrieb lahm.

Donnerstag um Viertel vor Elf. In der „Tafel“ klingelt das Telefon. Ein Unbekannter hat Ursel Steinberg, sie ist die gute und fleißige Seele in der Einrichtung, an der Leitung.

Die Botschaft ist so klar wie schockierend zugleich: „In zehn Minuten explodiert in der Tafel eine Bombe“, verkündet der anonyme Anrufer. Ursel Steinberg reagiert sofort und ruft die Polizei an. Die rückt sofort aus und gibt die Anweisung, dass das Gebäude sofort zu evakuieren sei.

Ursel Steinberg schickt die Helfer der „Arnsberger Tafel“ und die Kunden heraus. Auch die Bauarbeiter auf der direkt angrenzenden Baustelle - hier wird der Komplex in ein Hotel in unmittelbarer Nähe zum Tagungszentrum Kaiserhaus umgebaut - müssen das Gebäude verlassen und sich in Sicherheit bringen. Zunächst sperrt die Polizei auch die Möhnestraße für den Verkehr ab.

Kein Einsatz von Sprengstoffspürhunden

„Der angekündigte Detonationszeitpunkt ist dann ohne Explosion verstrichen“, erklärt Polizeisprecher Stefan Trelle. Die Polizei machte sich auf die Suche nach einer Bombe in den Räumlichkeiten der „Tafel“, verzichtete dabei aber auf den Einsatz von Sprengstoffspürhunden. Gefunden wurde nichts.

Die „Tafel“-Mitarbeiterin, die zuvor noch so geistesgegenwärtig und richtig reagiert hatte, stand nun unter Schock. Mit einem Rettungswagen wurde sie ins Krankenhaus gefahren, das sie aber ­am Donnerstag wieder ver­lassen konnte. „Das muss ich jetzt erst einmal verarbeiten, so ein Mist“, postete sie Donnerstagnachmittag auf Facebook.

„Tafel“ ging zur Tagesordnung über

Auch Gisela ­Cloer, Leiterin der „Arnsberger Tafel“, war sofort zum vermeintlichen Tatort ge­kommen. Auch sie war fassungslos. „Da wollte uns einer ‘was“, sagte sie. Bislang hat es noch nie einen derartigen Vorfall in der „Tafel“ gegeben. Nachdem die Polizei das Gebäude gründlich untersucht und schließlich wieder freigegeben hatte, ging die „Tafel“ zur Tagesordnung über.

„Erst wollten wir am Donnerstagnachmittag den Laden nicht mehr öffnen“, so Gisela Cloer. Schließlich entschieden sich die ehrenamtlichen Kräfte der für die Stadt so wichtigen sozialen Einrichtung anders. Am Nachmittag konnten die Bedürftigen wieder ihre Waren in der „Tafel“ abholen. Und auch Freitagvormittag wird die Ausgabestelle ganz regulär geöffnet haben. „Sonst hätte der Anrufer sein Ziel ja erreicht“, gab sich Gisela Cloer trotzig.

Die Ermittlungen der Polizei laufen nun intensiv. Unter die Kategorie „Scherz“ fällt so ein Anruf nicht mehr. Vielmehr gilt der Tatbestand als „Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten“.


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